Aussicht 2021

Prosit Neujahr!

Prosit und andere seltsame Wünsche

Ein neues Jahr hat begonnen! Was können wir uns von diesem Jahr erwarten, nachdem uns das letzte ordentlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat?

Was können wir uns wünschen?

Reiß dich zusammen, 2021! Der Anspruch, ein besseres Jahr als 2020 zu werden, der ist ja nicht allzu hoch gegriffen, die Latte liegt niedrig, sozusagen.

Prosit Neujahr, wünschen wir uns üblicherweise zu Neujahrsbeginn. Wörtlich übersetzt: „es möge nützen“.

Möge es nützen

Wie dürfen wir das verstehen?
Sollen uns die Erfahrungen der vergangenen Jahre gar nützlich sein?
Können wir gar einen Nutzen aus "Corona" ziehen?
Wie geht es weiter, "hier in diesem Theater"?

Ich habe die politische und wirtschaftliche Situation in Österreich in den letzten Jahren fast wie eine Zuseherin, wie eine Außenstehende betrachtet, die nichts damit zu tun hat. Klar war und bin ich auch Teil dieses Hamsterrades "Wirtschaft", dem kann ich mich / können wir uns (fast) nicht entziehen.

Corona hat uns alle ausgebremst. Stillstand, Veränderung, Unsicherheit.

Mir selbst ist noch klarer geworden, wie notwendig diese Notbremsung war. Ein neuer Gesellschaftsvertrag steht an! Wir müssen viele Kapitel neu schreiben: Klimawandel, Gesundheitssystem, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Geldsystem, Bildung und vorne weg Menschlichkeit. Während Flüchtlinge innerhalb der Grenzen der EU unter unsagbaren Bedingungen untergebracht werden, scheint unsere größte Sorge zu sein, ob wir uns impfen lassen müssen, dürfen, können oder sollen. Niemand gibt seinen Wohlstand gerne auf, aber wenn wir nicht radikal umdenken, wird es für uns alle enger.

Doch wohin wenden wir im Moment unseren Blick?
Aussicht 2021

 

Der, der zuhört, ist auch der, der versteht.

Ein Plädoyer für unsere Diskussionskultur

Corona bestimmt unser Gesprächsthema. Wir kommen nicht drum herum. Wir sind alle betroffen, allerdings in verschiedenen Lebensbereichen:
Angst vor Jobverlust
Angst vor der Krankheit
Angst vor Isolation
Angst vor Systemveränderungen und vieles mehr.

Der wichtige Punkt dabei ist: Bei Diskussionen vermischen sich die Ängste, die Anschauungen, die Standpunkte. Wir verstehen einander nicht mehr. Dann passiert folgendes: die Dualität gewinnt: Entweder-Oder. Weiß oder Schwarz. Dazwischen gibt es nichts. Man ist entweder ein obrigkeitshöriger systemtreuer Bürger oder ein böser Verschwörungstheoretiker. Impfbefürworter oder Impfgegner. Doch wo bleiben die Farben dazwischen? Wieso sind wir derart in unseren Meinungen verhaftet, dass wir anderes kaum mehr zulassen?

Yin-Yang

Diskussionen bringen uns weiter, eine gute Streitkultur gehört zu unserer Entwicklung. Unser Blick, unser Fokus darf breiter werden, Meinungen dürfen geändert werden. Verwenden wir doch das gesamte Farbspekturm! Mit dem Yin-Yang-Prinzip (sowohl als auch, das Prinzip der Polarität - zwei Pole, die einander bedingen) verbreiten wir automatisch unseren Horizont. Das Erkennen der verschiedenen Ängste bzw. Standpunkte unserer Mitmenschen macht unser Feld weiter. Eine Weisheit der Indianer sagt folgendes:

Urteile über keinen,
ehe du nicht zwei Monde
in seinen Mokassins gegangen bist.

Versuchen wir immer öfter, uns in die Situation der anderen hineinzudenken, hineinzufühlen. Möglicherweise können wir dann große Schritte in den Mokassins der anderen aufeinander zugehen.

 

Es ist genug für alle da!

Das Jahr 2021 wird turbulent weitergehen, davon bin ich überzeugt.

In der Neujahresansprache hat Bundespräsident Alexander van der Bellen kluge Worte gefunden:

 

...
Manche Gewohnheiten, die wir kaum mehr hinterfragt haben, waren durchaus problematisch. Wir müssen uns entscheiden, ob wir wirklich zu ihnen zurückkehren wollen. Oder ob wir den Einschnitt von 2020 als Nachdenkpause nützen und unsere Welt neu und besser bauen als die alte. Ich möchte Sie dazu ermuntern.

Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir uns angewöhnen, eine florierende Wirtschaft und eine blühende Natur nicht als Gegensätze zu sehen, sondern als Ziele, die sich gegenseitig bedingen? Es gibt so viele neue, klimaorientierte und nachhaltige Technologien, die zum Motor eines neuen Aufschwunges werden können. Sehen wir die Herausforderungen als Chance, etwas Neues, viel Besseres, Angemesseneres für Mensch und Natur zu schaffen: Das wünsche ich mir für Österreich. Das wünsche ich mir für Europa.
...

 

Dieser alte Mann - er möge mir verzeihen - hat die richtigen Worte gefunden, vieles ausgesprochen, was gesagt werden muss (hier ein Link zur gesamten Rede). In unserer Bundesregierung haben wir im Moment außergewöhnlich junge Politikerinnen und Politiker. Dort finden wir jedoch überwiegend alte Gedanken, keine Visionen, keinen Weitblick, keine Aufmunterung, leere Worthülsen, leere Floskeln. Also werden wir den Blick und die Aufmerksamkeit von diesen Marionetten schnellstens wieder weglenken!

Alexander van der Bellen hat das Yin-Yang-Prinzip verstanden!
Sowohl als auch!
Hoffnung, Mut und Zuversicht!

Weiters meint er:

...
Das gilt auch für unser Zusammenleben. Wie wäre es, wenn wir den Trend zur Unversöhnlichkeit und Aggression brechen, den Trend sich in die eigene virtuelle Blase zurückzuziehen und andere Meinungen erbittert zu bekämpfen. Wie wäre es, wenn es damit jetzt vorbei wäre? Und wir unseren Frieden schließen mit der Erkenntnis, dass wir nur durch Gegensätze wachsen und lernen können? Und dass unsere Gesellschaft durch gegenseitigen Respekt nur stärker wird?
...

 

Gut gemacht, alter Mann (er möge mir nochmals verzeihen)!

 

Aussicht 2021

Aus-Blicke

Es wird sich so vieles verändern, von dem wir jetzt noch nichts wissen! Wir können die nötigen Veränderungen nicht mehr aufhalten.

 

Im religiösen Kontext heißt es: "Der Glaube versetzt Berge", in der Spiritualität sagt man dasselbe mit den Worten: "Die Energie folgt der Aufmerksamkeit". Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge des Lebens, glauben wir weiterhin an das Gute im Menschen.

Wir können nur flexibel und guten Mutes bleiben, denn tief im Herzen weiß ich, dass die Veränderung einen guten Weg geht!

 

Achte darauf:
Wohin ist dein Blick gerichtet?
Dein Fokus?
Deine Energie?
Deine Aufmerksamkeit?

Aussicht 2021

Weisheiten

Free your mind
And your world will follow.

(unbekannter Verfasser)

hoffnung

stille nacht
gott wird mensch

hoffentlich
ist er
nicht der einzige

(Rudi Weiß)

Ein wahrer Philosoph verzeiht
seinen Mangel an Vermögen
der Gesellschaft mit derselben Ruhe,
mit der ein reicher Bankier der Natur
seinen Mangel an Geist nachsieht.

(Antoine Comte de Rivaról)

ausblicke 2021

Meinungen

Ich freu mich über deine Meinungen, Rückmeldungen und Ansichten in den Kommentaren. Im Außen ist momentan alles grau. Aber wir wissen, dass hinter der grauen Wand die Sonne scheint.

 

Wenn wir in einem Jahr zurückblicken, was werden wir dann sehen?

Aussicht 2021

Deine Lebens- und Seelenberaterin
Petra Payer

 

 

  5 comments for “Aussicht 2021

  1. Liebe Petra,

    ich bin beim Aufräumen meiner Mailbox erst jetzt auf deine klugen und vor allem aufmunternden Worte gestossen. Ja, du hast ja so Recht. Worauf wir nur aufpassen müssen ist, dass das System, das derzeit scheinbar die Oberhand hat, uns nicht ganz unterbuttert. Aber auch da bin ich guter Dinge: Wie heißt es so schön? Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht und so wie es aussieht, ist schon alles sehr sehr brüchig geworden…

    Danke dir!

  2. Wunderbar, die Neujahrsansprache unseres Bundespräsidenten und sie wird immer öfter herangezogen. Wie wahr: „Denken wir doch größer!“ Es geht so vieles mehr und immer noch mehr. Dehnen wir unser Bewusstsein aus und entdecken wir unser Licht – strahlen es von innen heraus und zünden so den göttlichen Funken in Anderen an.
    Ich freue mich auf diese schon eingeleitete Neue Zeit in der wir entdecken dürfen wie machtvolle Schöpferwesen wir sind.
    Möge Segen sein!
    Möge Glück und Segen sein!
    Möge für ALLE das BESTE geschehn.

  3. Liebe Petra, deine Überlegungen sind sehr inspirierend! Ich merke selbst, wieviel mir diese Situation abverlangt, obwohl ich ein positiver Mensch bin. Aber manchmal kriecht die Angst vor den weiteren Folgen wie ein kaltes Monster hervor. Und ich merke, wie ich mich immer mehr zurückziehe und „stubenhocke“. Geschriebenes oder telefonieren ersetzt nicht die Unterhaltung von Gesicht zu Gesicht, mir fehlen die Umarmungen, das Zusammensitzen und Blödsinn treiben… Darum heißt es, sich selbst an der Nase zu nehmen und mal für sich allein Blödsinn treiben. Habe mit Grimassen schneiden im Spiegel begonnen! Ein positives neues Jahr wünsche ich euch!

  4. Liebe Petra, welch inspirierende Gedanken, vielen Dank! Ich habe zum Jahreswechsel diese Zeilen bekommen, die möchte ich mit dir teilen:

    „… ein stacheliges Jahr war dieses 2020 in vielerlei Hinsicht. Eine der Scheußlichkeiten bleibt das umtriebige Corona-Virus.
    Dass wir die Nähe zu anderen Menschen nun mit Gefahr verbinden, statt mit Neugier, Vertrauen, mit Freude, Wärme und Lust, puh! Das tut weh!
    Damit die andauernde soziale Distanzierung keine bleibenden mitmenschlichen und kulturellen Schäden hinterlässt, müssen wir vielleicht eine neue Gewichtung vornehmen? Dafür braucht es nicht mal besonders viel Kraft:
    Sämtliche Covid19-Viren, die rund um den Globus ihr Unwesen treiben, wiegen zusammengenommen nicht mal zwei Gramm.
    Ha! Keine zwei Gramm!
    Das wiegen Respekt & Solidarität & jede noch so kleine freundschaftliche Geste doch mit Abstand am besten und 1000fach auf! Machen wir den winzigen Biestern mit weit geöffneten Herzen das Leben schwer, indem wir uns geschlossen in freundlicher Verbundenheit üben! Ich bin zuversichtlich, dass wir uns auf diese Weise nicht verlieren werden.“

    LG Martina

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